Club

Historie – wie alles begann

Der Einsatz hat sich gelohnt: die Geschichte einer Handvoll Wiesbadener, die einfach nur Tennis spielen wollten.

Die heutige Anlage des TCaB

Sie hatten alle einen gemeinsamen, bescheidenen Wunsch: Sie wollten einem Wiesbadener Tennisclub beitreten und mit ihren Familien im Sommer kleinen runden Filzbällen hinterherrennen. Doch das war in den 1970er Jahren gar nicht so leicht. Boris Becker, Michael Stich und Steffi Graf steckten noch in den Kinderschuhen, von einem Tennisboom war Deutschland weit entfernt – Tennisplätze waren Mangelware.

In und um Wiesbaden herrschte Aufnahmestopp. „Der generelle Platzmangel in Wiesbaden war das Resultat einer verfehlten Sportpolitik der Stadt", erinnert sich Dr. Johannes Brandrup, der 1974 mit seiner Familie nach Wiesbaden kam und einfach nur Tennis spielen wollte. Um den begehrten Berechtigungsschein für die städtischen „Jedermannplätze" zu ergattern, musste man sich einmal im Monat vor 6 Uhr morgens anstellen.

Platzsuche

Der erste Versuch, eine Fläche oberhalb des Sonnenberger Friedhofs zu pachten, schlug fehl: Aufgrund hessischen Erbrechts befand sich dort stark zersplittertes Privateigentum. Die Verhandlungen mit Dutzenden Eigentümern erwiesen sich schnell als aussichtslos.

Nach einem halben Jahr kam endlich ein positives Feedback aus dem Liegenschaftsamt. Zwei Flächen standen zur Wahl – den Zuschlag bekam die Kloppenheimersteige, offiziell Flandernstraße. Was folgte, war Aufbauarbeit in Eigenleistung: roden, planieren, Plätze bauen, ein Clubhaus errichten.

Heute

Aus der Idee wurde eine der schönsten Anlagen der Stadt: 7 Sandplätze, eingebettet in eine gewachsene Gartenlandschaft, mit rund 300 Mitgliedern, aktiven Mannschaften und einer lebendigen Jugendabteilung. Der Gemeinschaftsgedanke von damals ist geblieben.